Millionen Menschen leben einfach vor sich hin – und haben keine Ahnung, was aus ihrem Geld werden könnte. Willkommen in der gesetzlichen Renten-Matrix:

480 Euro im Monat. 45 Jahre lang. Und am Ende gehört dir kein Vermögen. Willkommen in der Renten-Matrix:
Warum mich die gesetzliche Rente weniger wegen ihrer Rendite stört als wegen der Entmündigung – und was das mit Freiheit zu tun hat.
Es gibt Themen, über die denke ich nicht erst seit gestern nach.
Dieses hier begleitet mich eigentlich mein gesamtes Berufsleben.
Ich bin seit rund 30 Jahren selbstständig und seit über 30 Jahren in einer Branche unterwegs, in der Vermögen, Vorsorge, Geld und Zukunft eine zentrale Rolle spielen. Und praktisch von Anfang an hatte ich ein Problem mit unserem gesetzlichen Rentensystem.
Nicht nur wegen seiner Performance.
Das wäre mir fast schon zu einfach.
Mich stört etwas viel Grundsätzlicheres:
Die Entmündigung des Menschen.
Der Gedanke, dass ein erwachsener Mensch jahrzehntelang arbeitet, jeden Monat einen erheblichen Teil seiner Arbeitsleistung in ein System einzahlt – und über dieses Geld praktisch keine Verfügungsgewalt besitzt.
Er kann nicht entscheiden, wie es investiert wird.
Er kann nicht entscheiden, wo es investiert wird.
Er kann es nicht beleihen.
Er kann es nicht verschenken.
Er kann es nicht seinen Kindern übertragen.
Er kann nicht sagen: Das ist mein Vermögen.
Denn genau genommen existiert dieses Vermögen überhaupt nicht.
Die gesetzliche Rente spart dein Geld nicht
Das ist keine politische Interpretation von mir. Das ist das Prinzip des Systems.
Die gesetzliche Rentenversicherung funktioniert im Umlageverfahren. Die Deutsche Rentenversicherung beschreibt selbst, dass dabei kein Kapitalstock aufgebaut wird. Die Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern fließen in die laufenden Ausgaben, vor allem in Renten, aber beispielsweise auch in Leistungen zur Teilhabe.
Dein Geld liegt also nicht irgendwo auf einem Konto und wartet auf dich.
Du kaufst auch keinen Fonds.
Du baust kein Depot auf.
Du kaufst kein Grundstück.
Du stapelst kein Gold.
Stattdessen entstehen Ansprüche innerhalb eines gesetzlichen Systems. Vereinfacht gesagt sammelst du Entgeltpunkte. Wer in einem Jahr genau das Durchschnittsentgelt verdient, erhält grundsätzlich einen Entgeltpunkt. Aktuell entspricht ein Entgeltpunkt 42,52 € monatlicher Bruttorente.
Das muss man erst einmal wirken lassen.
45 Jahre Arbeit. 45 Jahre Beiträge. Aber kein persönlicher Kapitalstock.
Das ist der Punkt, an dem meine Kritik beginnt.
Nicht erst bei der Frage, ob 1.500, 1.900 oder irgendwann einmal 2.300 Euro Rente ausreichend sind.
Sondern bei der Frage:
Warum trauen wir erwachsenen Menschen eigentlich nicht zu, aus ihrer eigenen Lebensleistung Vermögen zu machen?
Machen wir eine Rechnung
Nehmen wir einen Menschen, der 45 Jahre lang ungefähr das jeweilige Durchschnittsentgelt verdient hat.
Auf Basis der historischen Durchschnittsentgelte und der jeweiligen Rentenversicherungsbeiträge von 1982 bis 2026 wurden für einen solchen Arbeitnehmer einschließlich Arbeitgeberanteil insgesamt ungefähr 257.650 € an die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt. Die Beitragssätze lagen in diesem Zeitraum zwischen 17,5 und zeitweise 20,3 Prozent; heute sind es 18,6 Prozent.
Rechnerisch sind das über 45 Jahre:
rund 477 € pro Monat.
Runden wir es der Einfachheit halber auf: 480 Euro monatlich.
Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen.
Und bevor jemand die nächste Nebelkerze wirft: Nein, ich behaupte damit nicht, dass der Arbeitgeberanteil automatisch zusätzlich auf dem Konto des Arbeitnehmers landen würde, wenn wir morgen die Rentenversicherung abschaffen würden.
Ich vergleiche hier schlicht die gesamten Kosten der Altersvorsorge, die über Jahrzehnte für diesen Arbeitnehmer aufgebracht wurden.
Und jetzt kommt die Frage, die mich wirklich umtreibt:
Was wäre passiert, wenn dieser Mensch die Möglichkeit gehabt hätte, aus diesem Geld tatsächlich eigenes Vermögen zu schaffen?
Jetzt ersetzen wir Rentenpunkte durch Eigentum
Ich habe auf meiner Homepage einen Goldsparrechner entwickelt.
Dort kann man einen einmaligen Betrag, einen monatlichen Sparbetrag und eine Laufzeit eingeben und mit einer angenommenen langfristigen Goldpreisentwicklung rechnen.
Für mein Modell verwende ich rund 8,9 Prozent jährlich auf Grundlage meiner historischen Goldpreisauswertung seit 1971.
Zur Einordnung: Auch der World Gold Council kommt bei seinen Langfristbetrachtungen seit dem Ende des Bretton-Woods-Systems 1971 – abhängig von Stichtag und Berechnung – auf eine annualisierte Goldpreisentwicklung im Bereich von rund 8 bis 9 Prozent in US-Dollar. Das ist selbstverständlich keine Garantie für die Zukunft.
Aber jetzt spielen wir dieses Gedankenexperiment einmal durch.
480 € monatlich.
45 Jahre lang.
8,9 Prozent angenommene durchschnittliche Wertentwicklung.
Das Ergebnis meines vereinfachten Sparmodells liegt bei ungefähr:
3,4 bis 3,5 Millionen Euro.
Aus einem Betrag, der für einen durchschnittlichen Arbeitnehmer in ähnlicher Größenordnung über Jahrzehnte sowieso für die Altersvorsorge aufgewendet wurde.
Und genau hier beginnt für mich die eigentliche Diskussion.
Aber ich möchte mir die Rechnung nicht schönreden
Denn eines muss man fairerweise dazusagen.
Die durchschnittlichen 480 € wurden historisch natürlich nicht bereits 1982 bezahlt.
Damals waren Löhne und damit auch die nominalen Rentenbeiträge erheblich niedriger. Erst mit steigenden Einkommen stiegen auch die absoluten Beiträge.
Also habe ich mir auch diese Rechnung angesehen.
Was passiert, wenn wir nicht einfach 45 Jahre rückwirkend mit konstanten 480 € rechnen, sondern ungefähr die tatsächlich in jedem einzelnen Jahr für einen Durchschnittsverdiener angefallenen Rentenbeiträge zugrunde legen?
Unter derselben Modellannahme einer konstanten Wertentwicklung von 8,9 Prozent ergibt sich immer noch eine Größenordnung von rund:
2,5 Millionen Euro.
Nicht 3,5 Millionen.
Sondern „nur“ ungefähr 2,5 Millionen.
Ich setze das Wort nur ganz bewusst in Anführungszeichen.
Denn worüber diskutieren wir eigentlich?
Über die Frage, ob ein Arbeitnehmer am Ende seines Berufslebens Anspruch auf eine monatliche Rente besitzt – oder möglicherweise ein Millionenvermögen sein Eigentum nennt.
Das ist der Unterschied, über den ich reden möchte.
Was bekommt der Durchschnittsverdiener aus dem gesetzlichen System?
Ein Arbeitnehmer, der 45 Jahre lang immer genau das Durchschnittsentgelt verdient und damit 45 Entgeltpunkte erworben hat, kommt seit dem 1. Juli 2026 auf eine gesetzliche Standardrente von 1.913,40 € brutto monatlich.
Und bevor wir uns mit Durchschnittswerten gegenseitig erschlagen: Die tatsächlichen Renten unterscheiden sich natürlich erheblich.
Ende 2024 betrug der durchschnittliche Bruttobetrag einer Altersrente bei Menschen mit mindestens 35 Versicherungsjahren bundesweit rund 1.692 €, der durchschnittliche Zahlbetrag lag bei rund 1.501 €.
Deshalb war deine gefühlte Größenordnung von 1.400 oder 1.500 Euro übrigens gar nicht so weit weg.
Aber für meinen Vergleich nehme ich sogar die günstigere Zahl:
1.913,40 € Standardrente brutto.
Und stelle ihr nicht irgendein Fantasievermögen gegenüber, sondern eine einfache mathematische Frage.
Was könnten 3,46 Millionen Euro leisten?
Nehmen wir der Einfachheit halber 3,46 Millionen Euro Vermögen.
Und nehmen wir an, dieses Kapital könnte im Ruhestand langfristig durchschnittlich 5 Prozent Bruttoertragerwirtschaften.
Dann sprechen wir über:
173.000 € im Jahr.
Oder:
14.416 € monatlich.
Ohne das ursprüngliche Vermögen rechnerisch anzutasten.
Natürlich ist auch das eine Modellrechnung.
Eine dauerhafte Rendite von fünf Prozent ist weder garantiert noch risikolos. Und ganz wichtig: Wenn das Gold später verkauft und das Kapital beispielsweise in verzinsliche Anlagen umgeschichtet wird, sind daraus entstehende Zinsen in Deutschland nicht automatisch steuerfrei. Kapitalerträge unterliegen grundsätzlich der entsprechenden Besteuerung.
Aber darum geht es mir auch gar nicht.
Ob es am Ende 14.416 €, 10.000 €, 8.000 € oder 6.000 € monatlich sind, verändert den Grundgedanken nicht.
Es geht um den Unterschied zwischen:
Anspruch und Eigentum.
Zwischen:
Versorgung und Vermögen.
Zwischen:
Abhängigkeit und Gestaltungsfreiheit.
Und dann kommt Gold ins Spiel
Warum nehme ich ausgerechnet Gold?
Ich könnte auch Aktien nehmen.
Ich könnte Immobilien einbauen.
Ich könnte eine Kombination aus verschiedenen Anlageklassen verwenden.
Und ja: Unter Renditegesichtspunkten könnte eine intelligente Mischung möglicherweise sogar interessanter sein.
Aber Gold besitzt für mich eine Eigenschaft, die gerade beim Thema Freiheit entscheidend ist:
Physisches Gold ist kein Zahlungsversprechen eines anderen.
Ein Aktienunternehmen kann scheitern.
Ein Schuldner kann ausfallen.
Eine Bank kann Probleme bekommen.
Eine Währung kann entwertet werden.
Physisches Gold, das tatsächlich in deinem Eigentum steht, besitzt kein klassisches Emittenten- oder Schuldnerrisiko.
Natürlich hat Gold Risiken. Der Preis schwankt. Verwahrung kostet möglicherweise Geld. Es gibt Kauf- und Verkaufsspannen, Lager-, Diebstahl- und gegebenenfalls Verwahrungsrisiken.
Aber eine Unze Gold braucht keinen Vorstand, der sein Versprechen hält.
Keinen Staat, der zahlungsfähig bleiben muss.
Und keinen Schuldner, der seine Verpflichtung erfüllt.
Deshalb sage ich seit Jahren:
Wer Gold hat, hat immer Geld.
Und steuerlich wird die Rechnung noch interessanter
Bei physischem Gold im Privatvermögen ist in Deutschland nach aktueller Rechtslage ein weiterer Punkt interessant.
§ 23 Einkommensteuergesetz erfasst Veräußerungsgeschäfte bei sonstigen Wirtschaftsgütern grundsätzlich dann, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf nicht mehr als ein Jahr liegt. Wird physisches Gold länger als ein Jahr gehalten, ist ein späterer Veräußerungsgewinn deshalb grundsätzlich nicht mehr als privates Veräußerungsgeschäft nach dieser Vorschrift steuerpflichtig.
Umgangssprachlich:
Nach mehr als einem Jahr Haltedauer kann der Gewinn aus physischem Gold im Privatvermögen grundsätzlich einkommensteuerfrei realisiert werden.
Das ist ein gewaltiger Unterschied zu vielen anderen Kapitalanlagen.
Und nein: Daraus folgt nicht, dass danach auch alle Erträge, die ich mit dem Geld erwirtschafte, steuerfrei wären.
Aber das bis dahin geschaffene Goldvermögen besitzt unter der heutigen deutschen Rechtslage einen bemerkenswerten steuerlichen Vorteil.
Und was geschieht mit deiner gesetzlichen Rente, wenn du stirbst?
Hier liegt für mich einer der emotionalsten Unterschiede überhaupt.
Natürlich gibt es in der gesetzlichen Rentenversicherung Hinterbliebenenleistungen.
Ehegatten oder Lebenspartner können unter bestimmten Voraussetzungen Witwen- oder Witwerrenten erhalten. Kinder können unter bestimmten Voraussetzungen Waisenrente beziehen. Die große Witwen- oder Witwerrente beträgt nach neuem Recht grundsätzlich 55 Prozent des entsprechenden Rentenanspruchs; Waisenrenten sind zeitlich und an Voraussetzungen gebunden.
Das möchte ich überhaupt nicht kleinreden.
Aber trotzdem bleibt ein fundamentaler Unterschied:
Es gibt keinen persönlichen Kapitalstock, den du deinen Kindern hinterlässt.
Deine 45 Rentenpunkte liegen nach deinem Tod nicht in einem Depot und werden an deine Erben übertragen.
Es gibt gesetzlich definierte Hinterbliebenenansprüche.
Aber kein frei verfügbares Vermögen.
Und genau das verändert Generationen.
Stell dir die andere Welt einmal vor
Ein Mensch arbeitet 45 Jahre.
Er baut Vermögen auf.
Nicht auf Pump.
Nicht mit irgendeinem hochkomplizierten Finanzprodukt.
Sondern Stück für Stück.
Monat für Monat.
Jahr für Jahr.
Und irgendwann besitzt er zwei, vielleicht drei Millionen Euro.
Er geht in Rente.
Er muss dieses Vermögen nicht einmal zwingend aufbrauchen.
Er lebt aus seinen Erträgen.
Und eines Tages stirbt er.
Was passiert?
Das Lebenswerk verschwindet nicht.
Es geht weiter.
Die nächste Generation beginnt nicht wieder bei null.
Seine Kinder erhalten einen Grundstock.
Sie könnten ihn weiterentwickeln.
Sie könnten selbst sparen.
Sie könnten investieren.
Sie könnten Unternehmen gründen.
Sie könnten Risiken eingehen.
Sie könnten sich stärker auf ihre Talente konzentrieren, anstatt vom ersten Tag ihres Berufslebens an ausschließlich der Frage hinterherzulaufen:
Wie verdiene ich möglichst schnell genug Geld, um meine Rechnungen bezahlen zu können?
Und wenn jede Generation dieses Prinzip fortsetzt?
Dann entsteht etwas völlig anderes.
Nicht Sozialstaat.
Sondern:
Vermögensgesellschaft.
Menschen besitzen etwas.
Menschen haben Reserven.
Menschen können Nein sagen.
Menschen müssen nicht jede Entscheidung akzeptieren, weil am Monatsende die nächste Zahlung fällig wird.
Und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb ich das Thema nicht nur finanziell betrachten kann.
Denn Vermögen ist für mich nicht in erster Linie Luxus.
Vermögen ist:
Handlungsfähigkeit.
Die Rentenversicherung ist mehr als Altersvorsorge – auch das gehört zur Wahrheit
Wer ernsthaft diskutieren will, darf einen wichtigen Einwand nicht unterschlagen.
Die gesetzliche Rentenversicherung bezahlt nicht ausschließlich Altersrenten.
Sie übernimmt unter anderem auch Erwerbsminderungsrenten, Hinterbliebenenleistungen und Rehabilitation. 2024 flossen in der allgemeinen Rentenversicherung beispielsweise rund 344 Milliarden Euro in Rentenausgaben und weitere Milliarden in Krankenversicherungszuschüsse und Teilhabeleistungen.
Ein privates Vermögensmodell müsste entsprechende Risiken also separat absichern.
Das ist richtig.
Aber es widerlegt meinen Gedanken nicht.
Es bedeutet lediglich:
Eigenverantwortung braucht Verantwortung.
Wer Freiheit möchte, muss sich beispielsweise Gedanken über Berufsunfähigkeit, Krankheit, Familie und Langlebigkeit machen.
Freiheit bedeutet nicht:
„Der Staat soll nichts machen und ich denke über nichts nach.“
Freiheit bedeutet:
Ich übernehme selbst Verantwortung für mein Leben.
Noch eine unbequeme Zahl
2024 nahm die allgemeine Rentenversicherung rund 305 Milliarden Euro an Beiträgen ein.
Zusätzlich kamen rund 87,8 Milliarden Euro aus allgemeinen und zusätzlichen Bundeszuschüssen hinzu. Den Einnahmen von rund 396,6 Milliarden Euro standen Ausgaben von rund 397,4 Milliarden Euro gegenüber.
Auch das gehört zur Wahrheit.
Das Rentensystem finanziert sich nicht allein aus den Beiträgen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Steuergelder spielen längst eine gewaltige Rolle.
Man kann dieses System solidarisch nennen.
Man kann es gesellschaftlich notwendig finden.
Man kann sagen, dass es Millionen Menschen Sicherheit gegeben hat.
All das darf man sagen.
Aber man sollte genauso sagen dürfen:
Ich möchte ein anderes Menschenbild.
Eines, das dem Einzelnen mehr zutraut.
Vielleicht ist die größte Verschwendung gar nicht Geld
Genau das ist für mich die gesetzliche Renten-Matrix: ein System, in das Menschen jahrzehntelang einzahlen, ohne daraus einen eigenen Kapitalstock aufzubauen.
Und hier kommen wir zu dem Punkt, der mich wirklich emotional packt.
Vielleicht ist die größte Verschwendung unseres Systems gar nicht die mögliche Rendite.
Vielleicht sind es nicht zwei Millionen.
Nicht drei Millionen.
Nicht vier Millionen.
Vielleicht ist die größte Verschwendung:
Lebensleistung.
Millionen Menschen verbringen Jahrzehnte ihres Lebens damit, Werte zu schaffen.
Sie stehen morgens auf.
Sie gehen arbeiten.
Sie tragen Verantwortung.
Sie verzichten.
Sie ziehen Kinder groß.
Sie bauen Unternehmen auf.
Sie bezahlen Steuern und Sozialabgaben.
Und nach 40 oder 45 Jahren steht bei vielen nicht die Frage im Raum:
Was mache ich jetzt mit meinem Vermögen?
Sondern:
Reicht meine Rente?
Ich empfinde das als zutiefst traurig.
Ein Land, das über Jahrzehnte zu den produktivsten und wohlhabendsten Ländern der Erde gehört, müsste meiner Vorstellung nach nach 40 oder 45 Arbeitsjahren Millionen Menschen hervorbringen, die ein erhebliches eigenes Vermögen besitzen.
Nicht nur Rentenansprüche.
Vermögen.
Eigentum.
Substanz.
Etwas, das bleibt.
Warum lernen wir das nicht zuerst?
Und damit komme ich zu meinem vielleicht größten Kritikpunkt.
Warum beginnt finanzielle Bildung nicht genau hier?
Warum rechnen Jugendliche in der Schule nicht einmal durch, was aus 100, 300 oder 500 Euro monatlich über 40 oder 45 Jahre werden kann?
Warum verstehen nicht viel mehr junge Menschen den Zinseszinseffekt?
Warum sprechen wir so wenig über Eigentum?
Über Gold?
Über Aktien?
Über Unternehmensbeteiligungen?
Über Immobilien?
Über Diversifikation?
Über Steuern?
Über Währungen?
Über Inflation?
Über die Frage, wie man ein Vermögen aufbaut, schützt und an die nächste Generation weitergibt?
Ich behaupte nicht, dass dies nirgendwo unterrichtet wird.
Aber gemessen daran, wie elementar diese Fragen für ein gesamtes Leben sind, halte ich ihren Stellenwert für erschreckend gering.
Und dann wundern wir uns darüber, dass Menschen mit 50 erstmals anfangen, sich ernsthaft Gedanken über ihre Altersvorsorge zu machen.
Da sind bereits drei Jahrzehnte vergangen.
Und beim Vermögensaufbau ist Zeit einer der wertvollsten Faktoren überhaupt.
Vielleicht werden Menschen nicht arm gehalten. Vielleicht werden sie nur nie richtig reich gedacht.
Das ist eine Frage, auf die jeder seine eigene Antwort finden soll.
Ich möchte niemandem vorschreiben, wie er sein Geld anzulegen hat.
Ich möchte auch niemandem erzählen, dass Gold jedes Problem löst.
Das tut es nicht.
Was ich möchte, ist etwas anderes:
Ich möchte, dass Menschen anfangen zu rechnen.
Denn Rechnen kann gefährlich sein.
Plötzlich werden aus Glaubenssätzen Zahlen.
Plötzlich wird aus „Das war schon immer so“ die Frage:
Warum eigentlich?
Plötzlich wird aus Altersvorsorge Vermögensaufbau.
Aus Sparen Eigentum.
Aus Abhängigkeit Handlungsfähigkeit.
Und aus einem scheinbar unerreichbaren Traum vielleicht eine mathematisch ziemlich einfache Aufgabe.
Millionär werden ist vielleicht gar nicht das Verrückte
Wir reden beim Wort „Millionär“ häufig über etwas Exotisches.
Über Unternehmer.
Erben.
Lottogewinner.
Stars.
Spekulanten.
Menschen, die irgendwie „Glück hatten“.
Vielleicht ist das die völlig falsche Perspektive.
Vielleicht ist eine Million Euro nach 40 oder 45 Jahren gar kein wahnsinnig großes Ziel.
Vielleicht ist das Erstaunliche vielmehr, dass Menschen über ihr gesamtes Arbeitsleben Hunderttausende Euro für ihre Altersvorsorge aufbringen und trotzdem mit dem Gefühl in Rente gehen:
Ich hoffe, dass es reicht.
Das sollte uns zu denken geben.
Freiheit beginnt nicht mit Dubai
Ich spreche auf meiner Homepage viel über Freiheit.
Über Gold.
Über ein Konto außerhalb der EU.
Über Firmengründungen in Dubai.
Über Immobilien.
Über Golden Visa.
Über zweite Staatsbürgerschaften.
Aber wenn ich ehrlich bin, beginnt Freiheit viel früher.
Sie beginnt nicht am Flughafen.
Sie beginnt nicht mit einem zweiten Pass.
Und auch nicht mit einer Firmengründung.
Sie beginnt im Kopf.
Mit einer einfachen Frage:
Muss mein Leben eigentlich so aussehen, wie man es mir beigebracht hat?
Muss ich 45 Jahre arbeiten, einzahlen und hoffen?
Oder kann ich anfangen, selbst ein Fundament zu bauen?
Vielleicht zunächst mit 100 Euro.
Vielleicht mit 300.
Vielleicht mit 480.
Vielleicht mit mehr.
Die Höhe ist nicht einmal der wichtigste Punkt.
Der wichtigste Punkt ist:
Anfangen.
Eigentum schaffen.
Verstehen.
Verantwortung übernehmen.
Und Zeit für sich arbeiten lassen.
Rechne es selbst
Glaube mir bitte keine einzige Zahl einfach deshalb, weil sie hier steht.
Genau das wäre das Gegenteil meiner Botschaft.
Geh auf meinen Goldsparrechner.
Gib deinen eigenen Betrag ein.
100 Euro.
250 Euro.
480 Euro.
1.000 Euro.
Ändere die Laufzeit.
Ändere die angenommene Goldpreisentwicklung.
Rechne optimistisch.
Rechne pessimistisch.
Rechne konservativ.
Und dann stelle dir nur eine einzige Frage:
Was könnte aus meinem Leben entstehen, wenn ich anfange, selbst zu gestalten?
Vielleicht kommst du zu einem völlig anderen Ergebnis als ich.
Perfekt.
Dann hast du angefangen, selbst zu denken.
Und genau darum geht es.
Freiheit wird dir nicht gegeben.
Freiheit entsteht dort, wo du Verantwortung für dein eigenes Leben übernimmst.
Und manchmal beginnt sie tatsächlich mit nichts weiter als:
480 Euro im Monat. „Genau das ist für mich die Renten-Matrix: 45 Jahre einzahlen, ohne selbst Vermögen aus dieser Lebensleistung aufzubauen.“ Hat dir dieser Beitrag gefallen?
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Die verwendeten Zahlen basieren auf öffentlich zugänglichen Daten und eigenen Modellrechnungen:
Hinweis: Die dargestellten Vermögensentwicklungen sind Modellrechnungen auf Basis historischer Daten und stellen keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Stand: 9. August 2026.





